Wirtschaftlichkeit Eigenheim
Es gibt zwei Typen von Bauherren:in
1. Yeh Vorfreude. Eigenheim. Los geht’s. Das wird schon, andere haben das auch schon geschafft
2. Wir brauchen einen Plan. Notizbuch für jede Information. Alles wird abgeklärt und geprüft
Beide Typen Bauherren:in
- werden natürlich früher oder später einziehen
- werden auch zwischendurch in Unsicherheit bzw. Panik verfallen
Es kommt immer darauf an, was du sortierst, trackst und vor allem verstehst und nachvollziehen kannst.
Dir hilft der beste Budgetplan nichts, wenn du gar nicht weißt was du tracken sollst.
Gerade so „Kleinigkeiten“ wie versiegeln, Fußleisten, … etc. werden fast immer vergessen, obwohl es so selbstverständlich ist.
Hast du an alle Lampen gedacht?
Und was ist mit Vorhängen, Plissees,…?
Wenn dir all diese „Kleinigkeiten“ erst einfallen, wenn sie an der Reihe sind, ist dein Budget womöglich schon zu sehr geschrumpft.
Ich empfehle jeden meiner Kunden die folgenden drei Punkte immer grundlegend zu berücksichtigen:
- Raumplanung: Damit du weißt was du zu kalkulieren hast!
- Budgetplanung: Damit du ruhig schlafen kannst und weiß was passiert
- Terminplanung: Damit du pünktlich einziehst und keine Nachträge / Mehrkosten verursachst
Wenn du Fragen zu diesen Themen hast, zögere nicht mit anzuschreiben.
Viele Grüße
Eure Laura
Terminplanung
Ein Gewerk nach dem anderen und dann wird schon alles fertig.
Ja, in der Theorie ist das auch richtig.
Aber es ist in aller Munde: Handwerkermangel!
Das kannst du nur im Griff halten, wenn du:
- Deine Gewerke frühzeitig beauftragst
- Mit entsprechenden Vorlauf Termine abstimmst
- Erforderliche Vorabreiten durch andere Unternehmen kennst und rechtzeitig koordinierst
Machst du eines der o.g. Beispiele nicht, wird dies umgehend Konsequenzen auf deine Bauzeit haben.
Jetzt sagst du dir – ok, dann haben wir mal 1 oder 2 Wochen Verzögerungen. Es ist ein Puffer eingeplant.
Gut, go on!
Aus 1 oder 2 Wochen werden im Laufe der Monate aber ganz schnell viele Wochen, oder Monate.
Nimm dir bitte einmal die Zeit und rechne aus
- wie hoch deine Monatliche Belastung an Zinszahlungen nach ca. ¾ der geplanten Zeit ist
und sagen wir – du auch ¾ deines Darlehns in Anspruch genommen hast.
- Dann gehe einen Schritt weiter – Wie hoch ist deine Monatliche Doppel Belastung, wenn deine Tilgungsfreie Anlaufzeit verstrichen ist und du immer noch womöglich parallel Miete zahlst?
Und jetzt sei ehrlich zu dir: Wie lange kannst du diese Summe aufbringen?
Mache jetzt nicht den Fehler und tue so, als wenn du auf alle anderen Kosten in deinem Leben verzichten würdest (Lebensmittel, Nebenkosten, Auto, Kleidung, mit Freunden raus gehen, Geburtstage,…)
Am Ende leistest du diese detaillierte Ausarbeit nicht für deine Handwerker. Du sicherst dir damit einen planbaren finanzielle Ablauf.
Erlaube dir bei jeder Beauftragung deine notwendigen Informationen zu erfragen, wie z.B.:
- Wie lange umfasst die Ausführungszeit
- Welche erforderlichen Vorabreiten müssen abgeschlossen sein
- Musst du vorher oder nachher Trocknungszeiten berücksichtigen (überspringe diese nicht!)
- Welche Gewerke kannst du als nächsten Schritt koordinieren
Habe keine Scham diese Fragen zu stellen!
Jeder Handwerker ist froh strukturiert und planbar arbeiten zu können und niemand setzt voraus, dass du all das weißt.
Wenn doch einer deiner angefragten Betriebe dich behandelt, als wäre das lächerlich und verkauft dich für doof – überdenke, ob du einen guten Partner für womöglich eines deiner größten Vorhaben in deinem Leben hast!?!)
Viele Grüße
Eure Laura
Raumplanung
Eine gute Raumplanung sind nicht schön visualisierte bunte Bilder von einer Einrichtung, die du dir womöglich sowie so nicht leisten kannst / möchtest.
Eine gute Raumplanung beinhaltet u.a.:
- Anschlussplanung
- Visuelle Vorstellung
- Mengenermittlung für z.B. Fliesen
- Möbelplanung
- Detailaufstellung der noch zu investierenden Möbel
Und jetzt wird dir vermutlich sofort deutlich, weshalb ich die Raumplanung von Schritt 1 in Kontext stelle mit dem Kosten -und Terminplanmanagement.
Wie möchtest du detaillierte Budgets bestimmen, wenn du gar nicht weißt wofür?
Wie beauftragst du einen Elektriker ohne eine sinnige Planung, die deinen Wünschen entspricht?
Hoffst du etwa, dass die Steckdosen hinterher schon da sind, wo du sie benötigst?
Hoffen kannst du bitte in der Kirche, aber nicht bei deiner Bauplanung!
Diese Themen ziehen sich durch alle Gewerke durch.
Und dann ist da noch ein Punkt: Physiologisch fällt es uns wesentlich einfacher etwas umzusetzen wenn wir eine konkrete und realistische Vorstellung von etwas haben.
Du hast dein Ziel plötzlich nicht mehr nur gedanklich vor Augen, du hast es visuell, technisch realisierbar und machbar vor Augen.
Deinen Handwerkern wird es umso leichter fallen, deine Wünsche konkrete, zielsicher und kosteneffizienter umzusetzen.
Das teuerste eines Hausbaues ist nie ein bestimmtes Gewerk. Es sind immer die Änderungen, Nachträge oder Fehlentscheidungen.
Plane mit einer Raumplanung von Anfang an auf das Ergebnis hin!
Viele Grüße
Eure Laura